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Industriell hergestellte Säuglingsmilch bringt viele Risiken für ein Baby. Nicht zuletzt eine erhöhte Veranlagung zu Übergewicht.

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, kündigte in einer Bundestagsrede an, sich verstärkt für die Stillfreundlichkeit einzusetzen. Als Begründung nannte sie die Bedeutung und Wichtigkeit der ersten 1000 Tage eines Menschen. Klöckner sagte: „Unsere Kleinsten sind besonders schutzbedürftig – dafür trägt auch der Staat Verantwortung.“

Die ersten 1000 Tage eines Menschen

Mit den ersten 1000 Tagen eines Menschen ist der Zeitraum von der Empfängnis bis zum Alter von 2 Jahren gemeint. Diese Lebensphase ist von äußerster Bedeutung, da sie die Entwicklung der Kinder auf struktureller und funktioneller Ebene prägt. Folglich kann eine falsche Ernährung der Kleinkinder in diesen Tagen unter anderem Fettleibigkeit verursachen.

Einer der wesentlichen Trigger für Übergewicht ist die erhöhte Menge an Proteinen in industriell hergestellter Säuglingsmilch. Forschungen belegen, dass gestillte Kinder ein geringeres Risiko für Adipositas haben. Prof. Dr. med. Berthold Koletzko, Leiter der Abteilung für Stoffwechselstörungen und Ernährungsmedizin der Ludwigs-Maximilians-Universität München, sagt:

Den Vorteil des Stillens gegenüber Flaschennahrung hinsichtlich des späteren Risikos für Übergewicht führen wir auf die geringere Eiweißmenge zurück.“

Bestätigt wird dies ebenfalls durch die Studie „Risk Factors for Childhood Obesity in the First 1.000 Days: A Systematic Review“. Diese kam zu dem Ergebnis, dass sich Maßnahmen, deren Ziel es ist das Risiko einer solchen Prägung zu verringern, auf die ersten Lebensmonate konzentrieren sollten.

In der Studie werden weitere Risikofaktoren für die Überernährung von Föten, Säuglingen und deren Mütter benannt. Durch den Eiweißgehalt in der Milchnahrung kann es zusätzlich zum erhöhten Risiko auf Fettleibigkeit auch zu Bluthochdruck, Insulinresistenz, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Asthma kommen.

Muttermilch versus Babynahrung

Säuglingsnahrung kann trotz der Fortschritte bei der Zusammensetzung und Herstellung von Milchpulver noch nicht annähernd an die Muttermilch heranreichen. „Künstliche Säuglingsmilch ist nicht gleichwertig mit Muttermilch“, erklärt das Bundesministerium für Risikobewertung.

Milchpulver hat beispielsweise außer dem erhöhten Proteingehalt auch einen erhöhten Salzgehalt (Natrium), da die Basis von Milchnahrung Kuhmilch ist und sich diese von menschlicher Muttermilch unterscheidet. Der Salzgehalt in Kuhmilch sei in einer für Babys quasi giftigen Menge vorhanden, sagt Professor Peter Hartmann, international renommierter Spezialist für Stillen und Milchproduktion an der University of Western Australia, zur Zeitschrift „medela“.closevolume_off

Krebserregende Schadstoffe in Muttermilchersatz

Säuglinge speichern Problemstoffe im Fettgewebe und in der Leber ab. In fast allen Milchpulvern im „ÖKO-Test“ waren gesättigte Kohlenwasserstoffen (MOSH/POSH) und ähnliche Stoffe nachweisbar. Die Mengen überschreiten die Grenze, ab der nicht mehr von „Spuren“ gesprochen werden könne. Hinzu kommt, dass die Innenbeschichtung der Verpackung der Anfangsmilch in das Milchpulver sogenannte oligomere gesättigte Kohlenwasserstoffe (Polyolefinic Oligomeric Saturated Hydrocarbons) abgibt.

„In unseren Tests sind in Muttermilchersatz allerdings immer wieder Schadstoffe aufgefallen. Vor allem: krebserregende oder krebsverdächtige Fettschadstoffe, sogenannte 3-MCPD-Ester und Glycidylester“, heißt es im „ÖKO-Test“. Getestet wurden 16 Pre-Nahrungen. Das Ergebnis:

In fast allen Milchpulvern stecken erhöhte Mengen an mineralölartigen Stoffen. Insgesamt hat sich die Reinheit aber verbessert. Fünf Pulver können wir mit „gut“ empfehlen.“

Kinderernährung und die Wissenschaft

Bundesministerin Klöckner richtet ihre Aufmerksamkeit auf Forschungsergebnisse. Daher soll das Institut für Kinderernährung nun ein präventives Ernährungskonzept für Kinder und Jugendliche erarbeiten.

Erstmals werden wir wissenschaftlich erforschen, welche Ernährung Kinder wirklich brauchen“, so Klöckner in ihrer Pressemitteilung.

Doch ganz so unerforscht ist der Sektor Kinderernährung nicht. Beispielsweise bestätigte Professor Berthold Koletzko im Jahr 2009, die gesundheitlichen Folgen der raschen Gewichtszunahme bei Säuglingen durch Säuglingsmilch. Seine Studienergebnisse aus zweijährigen Forschung, in der insgesamt 934 Kinder untersucht wurden, zeigen gravierende Folgeschäden bei Babys durch industriell zusammengestellte Milchnahrung.

Medizinskandal Alterung
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Weiterlesen :https://www.epochtimes.de/gesundheit/krebserregende-schadstoffe-in-industriell-hergestellter-saeuglingsmilch-sind-nur-die-spitze-des-eisbergs-a3008644.html?fbclid=IwAR34Vkm6ure0VxmJZpJ5CCTcP5ypnED3pEQU1Z4uKbESOPxpSkt9FKpfAsQ


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