Wahnsinn wegen Überproduktion in Europa – Felder mit verdorbenen Äpfeln und Winzer müssen Trauben hängenlassen


9873715
18.5M shares, 9873715 points
Advertisements

In Europa leben 80 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze. Während viele Menschen darum kämpfen, ihre Familien tagtäglich zu ernähren, wird Obst einfach weggeworfen. Erst meldete Polen, dass es sich nicht lohnen würde, die Äpfel zu ernten, jetzt dasselbe aus der Ukraine.

In der Schweiz verrotten bis zu zehn Prozent der reifen Trauben und auch in Deutschland müssen viele Winzer ihre Trauen am Stock verrotten lassen. Auch für Traubensaft und Gelee darf wegen der Mengenbegrenzung nicht geerntet werden, noch nicht einmal als Benefizaktion verschenkt.

Man kann nur noch den Kopf schütteln, denn auf der anderen Seite werden Trauben aus anderen Ländern importiert und auch Äpfel kommen sogar aus Neuseeland oder Südafrika. 

 Nach Polen jetzt auch Ukraine – Felder mit verdorbenen Äpfeln

Hieß es noch im August 2018 – „Der ukrainische Apfelexport in der Saison 2017/18 war der höchste der letzten fünf Jahre, 40.900 Tonnen Äpfel wurden exportiert, was 3,2-mal mehr ist als 2016/17. Der Export in die EU machte 11.632,5 Tonnen aus. Unter den größten Importeuren waren Österreich, Ungarn und Schweden.  Heißt es jetzt:  Kleinere Bauern ernten in der Ukraine zurzeit keine Äpfel, weil die Preise so niedrig sind.

 

 „Wenn man bedenkt, was allein die Produktion während der Saison gekostet hat, so kann diese Ernte nicht profitabel sein“, sagte ein Bauer in einem Kommentar.

 

Die Ernte später Sorten wird von kleineren Bauern (1 bis 5 Hektar) oft ausgelassen. Diese Farmen haben nicht die Kapazitäten, um die Äpfel zu lagern und verkaufen sie in der Regel direkt nach der Ernte. Zurzeit ist das aber fast nicht möglich.

Die Apfelbauern sind empört. Es wird gesagt, dass der Preis eines industriellen Apfels im Vergleich zum letzten Jahr um das Zehnfache gesunken ist, aber der Preis für Apfelsaft in den Läden wird nicht reduziert. Es ist also offensichtlich, dass die Verarbeiter jetzt tolle Gewinne machen können.

Hohe Erträge von Äpfeln und niedrige Einkaufspreise haben zu den Protesten der Apfel Produzenten in Europa geführt.

 

Seit 2016 gibt es die schlimmste Krise für Produzenten von Früchten, Knoblauch, Honig, Erdnüssen, Milch, Wein, Most und Zucker in Ländern, die für den Export produzieren. Sie sollen unter Preis verkaufen, aber sie wollen nicht mehr! Paradox: Damit der Preis wieder steigt, werden Gemüse und Obst vom Markt genommen

 

Gurken haben einen festen Platz auf dem Markt, mit Produktion das ganze Jahr über. Sizilien ist zwischen September und Mai auf dem Markt, während Zentral- und Norditalien den Markt von Mai bis Oktober beliefern. So kam es im Oktober 2016 zum Beispiel in Spanien zu Überproduktion, was dazu führte, dass frühe Gurken mit der niederländischen Produktion kollidierten. Beide Länder hatten höhere Temperaturen als der Durchschnitt und dies führte zu einer höheren Produktion. Ein großer Teil der Produktion musste vom Markt genommen werden, danach stiegen die Preise wieder an.  Darüber berichtete freshplaza.com.

 

Immer mehr Monokulturen – immer mehr Export – immer mehr landet im Müll!

Ob nun Weintrauben aus Peru, Ananas aus Ecuador, Himbeeren aus Marokko oder Erdbeeren aus Ägypten, dazu Avocados aus Chile und Mexiko oder Mangos aus Brasilien – das Obst im Supermarkt hat einen bitteren Geschmack. Quer durch die Welt geschiffte oder gefahrene Nahrungsmittel, verarbeitet von Frauen und Kindern zu geringsten Löhnen und vollgepumpt mit Konservierungsmitteln. Billig produzieren bedeutet auch, dass die Lieferkette knallhart kalkuliert ist und dass sowohl Rohstoffe als auch Fleisch, Gemüse oder Obst per Lkw, Schiff oder Flugzeug von einem Ende der Welt zum anderen transportiert werden – und manchmal wieder zurück. Da Unternehmen die Kosten für die Umwelt nicht mitbezahlen müssen, kommt die Ware dort her, wo es am billigsten ist. 

 

Wir nehmen das Überangebot in unseren Supermärkten als selbstverständlich hin. Dass das meiste Gemüse aus dem Ausland kommt, sollte mittlerweile jedem Verbraucher klar sein.

 

Und nicht nur bei Obst und Gemüse! Ja, verrückter geht es nicht mehr, denkt man:  Eier aus der Ukraine und aus Argentinien, Geflügel aus Brasilien und Thailand. Deutschland exportiert Eier in die Ukraine und diese verkauft die Eier nach Indonesien. Rindfleisch aus Argentinien, Paraguay und auch aus den USA, während China Fleisch „Made in Germany“ bevorzugt. Was hier nicht verzehrt wird, geht dann nach Afrika. So exportiert Deutschland Fleisch nach China, bekommt aber Fleisch aus Thailand. Während in Lateinamerika für den intensiven Anbau von Soja für Futtermittel immer mehr Regenwälder und Savannen brandgerodet werden, um die Tiere in Deutschland damit zu füttern, erhalten wir auch Fleisch aus Brasilien und Argentinien.

Im Sommer gab es eine Überproduktion von Blumenkohl und anderen Gemüsesorten, daher landeten sie auf dem Müll oder wurden einfach gar nicht geerntet.

 

Hinzu kommt, dass mehr als die Hälfte der befragten Landwirte angaben, dass sie gezwungen sind, Überproduktionen zu produzieren. Erfüllen sie nicht die Norm, die ihnen durch die Supermärkte, Discounter oder Großhändler vorgegeben werden, mit denen sie Verträge haben, verlieren sie die Verträge. Während die Verbraucher bei der Auswahl ihrer Lebensmittel zweifelsohne pingelig sein können, deutet ein Bericht darauf hin, dass das Konsumverhalten von den Supermärkten selbst angetrieben wird. Darüber hinaus scheint die Übernahme des Marktes durch große Supermärkte weniger Absatzmöglichkeiten für den Verkauf „unvollkommener“ Produkte zu bieten, so ein Beitrag von independent.co.uk. 

Advertisements

 

Etwa 90 Millionen Tonnen Lebensmittel für den menschlichen Verzehr gehen nach Schätzungen der Europäischen Kommission entlang der Lieferkette in der EU oder etwa 180 kg pro Person verloren. Diese Lebensmittelverschwendung ereignet sich zu Hause und bei jedem Schritt entlang der Lebensmittelproduktions- und – lieferkette – vom Bauernhof bis zum Einzelhandel.

 

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette gibt es zahlreiche Gründe, warum Lebensmittel entsorgt werden. Wir hatten bereits berichtet, dass vermehrt Gemüse oder Obst einfach entsorgt werden, damit der Preis wieder steigt. Auf dem Foto sehen Sie 70 Tonnen Äpfel verstreut auf dem Feld in der Nähe von Grójec in Polen, und das dürfte nicht die letzten sein.Gerade laufen wieder solche Aktionen, dass der Verbraucher schuld ist, weil so viele Nahrungsmittel weggeworfen werden. Doch wir hatten bereits erklärt, dass vermehrt wegen Preisregulierungen Obst und Gemüse einfach entsorgt werden. In Coahuayana, Mexiko, warfen Bananenproduzenten 11 Millionen Kilo Bananen auf den Müll, um die Preise zu regulieren. Während noch massenweise Gurken entsorgt wurden, heißt es plötzlich: Der Preis für Gurken ist in einem Jahr um 130 Prozent gestiegen! Milch wird als Milchpulvertonnenweise in Deutschland gelagert, übrigens mit Steuergeldern finanziert, damit der Milchpreis steigt. Und heißt es jetzt: Hitzewelle lässt Preise steigen, Obst und Gemüse, müssen wir feststellen, alles künstlich reguliert worden. Denn wie schon berichtet, landeten Tomaten in der Biogasanlage und auch, weil es zu viel Salat und oder Broccoli gibt, bleiben diese auf den Feldern und werden dort mit dem Mulchgerät zerkleinert, denn ein Überangebot drückt den Preis. Nun also Polen!

Wahnsinn wegen Überproduktion – Polen will eine halbe Million Tonnen Industrieäpfel vom Markt nehmen – Überproduktion drückt den Preis!

Polnische Äpfel sind die größte Konkurrenz des belgischen und österreichischen Apfels.Polen liefert Äpfel auch nach Vietnam, Singapur, Hong Kong, Indien, Malaysia und Ägypten. Europa und der Mittlere Osten sind die wichtigsten Exportmärkte von Südafrika. Südafrika liefert auch nach China. Bangladesch bekommt Äpfel unter anderem aus China, Südafrika und Brasilien, nur damit Sie einen Einblick bekommen, was auf dem Apfelmarkt los ist. Sollten Sie also auch demnächst mehr für einen Apfel zahlen müssen, hier also der Grund!

 

Und was passiert, wenn die Obstbauern wütend sind, weil dort gekauft wird, wo es am billigsten ist und sie auf ihre Ware sitzen bleiben? Das sehen Sie am folgendem Video und dies ist kein Einzelfall:

 

Es gibt zurzeit eine Tomatenschwemme, was zu einem niedrigeren Preis führt, und da die Qualität unter der enormen Hitze gelitten hat, sollten in den Niederlanden zum Beispiel 60.000 Kilo Tomaten zerstört werden. Die Supermarktkette Plus hat diese 60.000 Kilo Tomaten vor der Zerstörung gerettet.

 

Es gibt eine Apfelschwemme in Polen – doch die führt zu niedrigeren Preisen und deckt nicht die Kosten

Laut GUS-Prognosen wird die Apfelernte in diesem Jahr trotz der Dürre in Polen ein Rekordniveau von 4,4 Millionen Tonnen erreichen, d. h. um 65 Prozent mehr als letztes Jahr. Einige Prognosen deuten darauf hin, dass die Ernte sogar noch besser sein wird, und sie rechnen sogar mit 5 Millionen Tonnen. Das führt aber zu niedrigen Preisen, insbesondere, wenn es sich dabei um die an Verarbeitungsbetriebe gezahlten Preise handelt. Sie entschädigen die Landwirte nicht für Produktions- und Erntekosten. Also wird lieber vernichtet, da die Preise nicht die Kosten kompensieren. Die Landwirte sind abhängig von Käufern, die die marktbeherrschende Stellung einnehmen und skandalöse Preise einführen, die völlig unabhängig von den Marktgegebenheiten sind, so wolnemedia.net.  Auch die Preise für Tafeläpfel sind derzeit die niedrigsten seit 2003. Also müssten doch die Äpfel in den Regalen supergünstig sein!

 

Damit der Preis für Äpfel jetzt steigt, wollen die mit der Regierung Polens kooperierenden Unternehmen  eine halbe Million Tonnen Industrieäpfel vom Markt nehmen, wie der Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Jan Krzysztof Ardanowski am Montag in Poznań angekündigt hat. Er fügte hinzu, dass „es eine gesetzliche Änderung geben wird, die die Möglichkeit der Lagerung von Apfelkonzentrat in staatlichen Reserven erweitert, die vom Energieminister derzeit vorbereitet wird.“

 

Derzeit werden die meisten Äpfel nach Weißrussland, in die Ukraine und nach Kasachstan geschickt, Deutschland ist auch ein großer Empfänger.

 

Polen ist nach Italien der zweitgrößte in Europa und der vierte Apfelproduzent der Welt.

 

Dies ist  nur ein Beispiel von vielen, denn nur einige wenige bestimmen den Preis und sind Großabnehmer bestimmter Gemüse- oder Obstsorten. Die landen dann wieder in den Discountern und Supermärkten und Sie dürfen dann zahlen.

 

Quelle

 
Advertisements

Like it? Share with your friends!

9873715
18.5M shares, 9873715 points

What's Your Reaction?

Cry Cry
0
Cry
Cute Cute
0
Cute
Damn Damn
0
Damn
Dislike Dislike
0
Dislike
Like Like
0
Like
Lol Lol
0
Lol
Love Love
0
Love
Win Win
0
Win
WTF WTF
0
WTF
sanp4face

0 Comments

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copy Protected by Chetan's WP-Copyprotect.
Choose A Format
Personality quiz
Series of questions that intends to reveal something about the personality
Trivia quiz
Series of questions with right and wrong answers that intends to check knowledge
Poll
Voting to make decisions or determine opinions
Story
Formatted Text with Embeds and Visuals
List
The Classic Internet Listicles
Countdown
The Classic Internet Countdowns
Open List
Submit your own item and vote up for the best submission
Video
Youtube, Vimeo or Vine Embeds
Audio
Soundcloud or Mixcloud Embeds
Gif
GIF format