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Neue europäische Forschungen haben ergeben, dass je mehr Zucker wir essen, desto weniger Vitamine und Mineralien scheinen wir in unserer täglichen Ernährung zu konsumieren. 

Obwohl zu viel Zucker mit einer Reihe von Krankheiten in Verbindung gebracht wurde, darunter Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, variiert das empfohlene tägliche Maximum für die Zuckeraufnahme immer noch von Land zu Land, so die Forscher der Universität Lund in Schweden.

Nicht mehr als 25 Gramm sollte man täglich aufnehmen, doch in Deutschland liegt der tägliche Verzehr bei 90 Gramm. Bereits andere Studien haben gezeigt, dass zugesetzter Zucker sich in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte befindet, sogar in Babynahrung.

Immer noch ist Zucker und süßende Zutaten in Produkten wie Babytee und Kindermilch enthalten, obwohl die Ernährungsministerin Julia Klöckner medienwirksam 2018 ein Verbot für 2019 ankündigte.

„Werden Kinder von Klein auf an Zucker gewöhnt, schmeckt er ihnen auch im späteren Leben besonders gut, sagte die Ernährungsministerin.“ 

Allein die Folgen durch den Zuckerkonsum kosten mittlerweile Milliarden Euro, aber in Deutschland braucht die Zuckerlobby keine Regulierungen zu befürchten.

Spätestens seit Julia Klöckner für Nestlé „warb“, wissen wir, wie mächtig die Konzerne wirklich sind. Die EU-Kommission wollte 2016 sogar bis zu drei Mal so viel Zucker zulassen wie von der WHO empfohlen.

Und auch die neue Studie aus Schweden macht deutlich, wie „gefährlich“ Zucker wirklich ist, denn je mehr Zucker Sie essen, desto weniger Vitamine bekommen Sie.

Und obwohl zahlreiche Studien belegen, wie gesundheitsschädlich Zucker ist, sagt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ( EFSA),  dass es nicht genügend wissenschaftliche Daten gibt, um eine Obergrenze für Zucker festzulegen – unglaublich.

Studie: Je mehr Zucker wir essen, desto weniger Vitamine bekommen wir

Viele denken, es sei bereits normal, sich so zu fühlen: Müdigkeit, Schlappheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Erkältung, oder schlecht heilende Wunden. Der Zucker in deinem Körper schwächt das Immunsystem und macht dich so anfälliger für Krankheiten.

Ok, es gibt für jedes Wehwehchen ein Medikament und vieles ist nicht einmal verschreibungspflichtig. Doch wer fragt schon nach der Ursache? Viele wissen ja nicht einmal, dass Zucker auch da ist, wo man ihn nie vermuten würde.

Es beginnt bereits mit dem Frühstück: Marmelade oder Nutella auf dem Brot zum Frühstück. Auch Müslis stellen sich oft als echte Zuckerbomben heraus. Und hätten Sie gedacht, dass in Smoothies genauso viel Zucker drin sein kann wie in Coca Cola? Sogar wenn Sie einen Joghurt essen, bekommen Sie eine Ladung Zucker incl.

Nicht nur gesüßten Getränken und Süßigkeiten wird Zucker zugesetzt, nein, auch anderen Nahrungsmitteln – Milchprodukten, Brot und Marmelade.

Oft erkennen viele Verbraucher nicht einmal den Zucker in Produkten

Oft erkennen viele Verbraucher nicht einmal den Zucker in Produkten, da er unter vielen Namen auftritt z. B. Saccharose, Lactose, Glukose, Maltodextrin, Fruktose. Halten Sie sich immer vor Augen: Zucker ist eine preiswerte Zutat, die dafür sorgt, dass das Verlangen der Verbraucher steigt und der Geldbeutel des Herstellers klingelt: Die Lebensmittelindustrie denkt bei der Produktion ihrer Lebensmittel in erster Linie an sich selbst und nicht an Ihre Gesundheit.

Jahrzehntelang ist es der Zuckerindustrie gelungen, Verbraucher zu täuschen und ihre Produkte schönzureden.

Die gesundheitsschädliche Wirkung von übermäßigem Zuckerkonsum wurde bewusst verschwiegen oder sogar geleugnet. Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen waren für viele Konsumenten die bittere Folge.

Die EU-Kommission wollte 2016 sogar bis zu drei Mal so viel Zucker zulassen wie von der WHO empfohlen. Gesunde und altersgerechte Ernährung versichern die Hersteller von Babynahrung den Eltern und bekräftigen das Versprechen mit hübschen Bildern von Obst und Vollkorn-Getreide auf ihren Produktverpackungen.

Doch mit hübschen Bildern ist es nicht getan. Das sollte doch mittlerweile den Herstellern bewusst sein. 

Im Oktober 2018 gab die Ernährungsministerin Julia Klöckner bekannt, dass sie 2019 ein Verbot durchsetzen will. Kein Zucker in Babytee und Kinderkeksen, so Julia Klöckner. Auch Erwachsene sollen gesünder essen – etwa kleinere Fertigpizzen.

Am 03. Juni 2019 twitterte ihr Ministerium ein Video, das zeigen soll, wie toll doch Nestlé sei! Sie hätte  ja so viel bei Nestlé gelernt, sagte sie im Video! Doch bereits April 2019 hieß es in einem Bericht im Capital:

„Doch so energisch Schneider (Vorstand Nestlé) bei Kaffee und Innovationen voranprescht, so halbherzig sind die Veränderungen woanders: bei Zuckerreduktion und gesunder Ernährung.

Zwar hat Schneider Anfang 2018 das US-Süßwarengeschäft für 2,29 Mrd. Euro an Ferrero verkauft und danach Sweet Earth, einen Bio-Hersteller, und den Vitaminmacher Atrium Innovations übernommen.

Doch große Teile des Nestlé-Imperiums basieren weiter auf kalorienreichen, stark verarbeiteten Fertigprodukten, auf zuckrigen Getränken und Süßigkeiten. (…)
So beschäftigt Nestlé etwa in Brasilien rund 7000 Verkäuferinnen, die Tag für Tag mit Nestlé-Handkarren in ärmeren Stadtvierteln von Tür zu Tür ziehen.

Im Sortiment vornehmlich Süßes wie Eis, Kekse oder Frühstücksflocken, vieles davon für Kinder. Zugleich wehrt sich Nestlé in dem aufstrebenden Land erfolgreich gegen ein Werbeverbot für Süßigkeiten oder eine transparentere Lebensmittelkennzeichnung. (…)

Bilanz beim Zucker: Minus acht Prozent im Schnitt. Möglich wäre viel mehr. Doch Zucker ist billiger als Ballaststoffe und „der Geschmack ist die Grenze“, erklärt Nestlé-Forscher John Athanatos. Schmecke es nicht süß genug, liefen die Kunden zur Konkurrenz. Seine erfolgreichsten Produkte rührt Nestlé deshalb kaum an.

Lieber verkleinert man die Portionen: 40 Gramm Kitkat statt 48 Gramm bedeuten schließlich auch weniger Zucker. (…)

Jetzt wissen Sie die ganze Wahrheit!

Was glauben Sie, wer bestimmt, wie viel Zucker für Sie gesund ist?

Die Deutschen lieben Süßes. Etwa 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet die deutsche Zuckerindustrie pro Jahr.  Allein die Folgen durch den Zuckerkonsum kosten mittlerweile Milliarden Euro, aber in Deutschland braucht die Zuckerlobby keine Regulierungen zu befürchten.

Kennen Sie die ILSI Research Foundation? Sie ist eine gemeinnützige Organisation, deren Aufgabe es ist, Wissenschaftler zusammenzubringen, um die Umweltverträglichkeit und die menschliche Gesundheit zu verbessern – finanziert wird sie weitgehend durch Unternehmen der Lebensmittel-, Chemie- und Gentechnikindustrie wie Coca-Cola und Nestlé. 

Das International Life Sciences Institute (ILSI) ist eine einflussreiche Lobbyorganisation im Lebensmittelbereich. Schauen Sie sich ihre Mitglieder an:

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Noch ein Beispiel:

Sie steuert und kontrolliert auch die wissenschaftlichen Aktivitäten von ILSI Europe, wie zum Beispiel:

  • Genehmigung des wissenschaftlichen Inhalts des Programms nach Anhörung des Wissenschaftlichen Beratenden Ausschusses, Sicherstellung seiner Durchführung und Berichterstattung an die Generalversammlung über Fortschritt und Status des Programms;
  • Ernennung der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beratenden Ausschusses und Vorschlag der Einsetzung oder Auflösung wissenschaftlicher Ausschüsse an die Generalversammlung.
  • Mitglieder des Verwaltungsrates (Stand Juni 2018) Mehr Informationen ilsi.org
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Mitglieder des Verwaltungsrates (Stand Juni 2018) Mehr Informationen ilsi.org

Zugesetzter Zucker findet sich in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte.

Laut einer anderen Studie enthält die Hälfte aller Babynahrung Zucker. Wenn man von Zucker spricht, werden Süßigkeiten, alkoholfreie Getränke und Backwaren genannt, aber was ist mit dem Müsliriegel oder mit Joghurt?

Nach einer Waterloo-Studie wurde in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte Zucker hinzugefügt. Sogar Babynahrung und als gesund markierte Lebensmittel enthalten oft zusätzlichen Zucker. Die Studie wurde in der Zeitschrift PLOS Medicine veröffentlicht.

Je mehr Zucker wir essen, desto weniger Vitamine bekommen wir, sagt neue Forschung

Die neue Studie wurde von Forschern der Universität Lund in Schweden durchgeführt und untersuchte Daten aus zwei verschiedenen Studiengruppen. Eine befragte 1.797 Teilnehmer im Alter von 18 bis 80 Jahren und bewertete ihre Nahrungsaufnahme anhand eines viertägigen Ernährungstagebuchs.

Eine andere umfasste 12.238 Teilnehmer im Alter von 45 bis 68 Jahren und bewertete ihre Ernährung anhand einer Kombination aus einem siebentägigen Ernährungstagebuch Fragebogen zur Häufigkeit von Nahrungsmitteln und ein Interview, berichtet Jakarta Post am 19.Februar 2020.

Aus diesen Daten konnten die Forscher die Aufnahme von zugesetztem Zucker durch die Teilnehmer untersuchen, dh. Zucker, der während der Verarbeitung von Lebensmitteln und Getränken hinzugefügt wird, nicht Zucker, der natürlicherweise in Obst, Gemüse oder Milch vorkommt, und die durchschnittliche tägliche Aufnahme von neun Mikronährstoffe: Kalzium, Folsäure, Eisen, Magnesium, Kalium, Selen, Vitamin C, Vitamin D und Zink.

Die in der Fachzeitschrift Nutrition & Metabolism veröffentlichten Ergebnisse zeigten, dass bei beiden Teilnehmergruppen die Aufnahme aller neun Vitamine und Mineralien umso geringer ist, je höher die Aufnahme von zugesetztem Zucker ist.

Obwohl zu viel Zucker mit einer Reihe von Krankheiten und Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht wurde, darunter schlechte Zahngesundheit, Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, variiert das empfohlene tägliche Maximum für die Zuckeraufnahme immer noch von Land zu Land.

Als Beispiel weisen die Forscher darauf hin, dass die nordischen Ernährungsempfehlungen, die die Ernährungsrichtlinien für die nordischen Bevölkerungsgruppen darstellen, darauf hinweisen, dass Zuckerzusatz nicht mehr als 10 Prozent der gesamten Energiezufuhr ausmachen sollte, während die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ( EFSA) sagt, dass es nicht genügend wissenschaftliche Daten gibt, um eine Obergrenze für Zucker festzulegen.

„Auch wenn diese Studie allein nicht ausreicht, um Empfehlungen zu ändern, erweitert sie unser Wissen um wertvolle Erkenntnisse, um möglicherweise Empfehlungen in Zukunft anzupassen “,  sagt die Forscherin Esther González-Padilla.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass über 1,9 Milliarden Erwachsene (39 Prozent) übergewichtig sind und 650 Millionen (13 Prozent) fettleibig. Eine wachsende Zahl von Beweisen belegen Faktoren, die zu diesen Epidemien beitragen.

Zu diesem Zweck wurden zuckerhaltige, kohlensäurehaltige Getränke als Risikofaktor für Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit, Herzkrankheiten, Karies und eine Vielzahl anderer Gesundheitsprobleme eingestuft.

von Doro Schreier

Video:

Quelle

Medizinskandal Alterung
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