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Das Insektensterben hat kein Schönheitsempfinden – auch die Schmetterlinge sterben. In den Niederlanden sank die Anzahl der bunten Falter um eine erschreckend hohe Zahl. Die Lage in Deutschland ist allerdings ähnlich.

Die Schmetterlingspopulation in den Niederlanden ist in den letzten 130 Jahren um mindestens 84 Prozent geschrumpft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die holländische Forscher vor wenigen Tagen veröffentlicht haben.

Insektensterben macht vor Schmetterlingen nicht halt

Für ihre Untersuchung analysierten die Wissenschaftler 120.000 Schmetterlinge, die zwischen 1890 und 1980 von Sammlern gefangen worden waren. Zudem werteten sie über zwei Millionen Sichtungen verschiedener Schmetterlingsarten aus.

Das bedauerliche Ergebnis: Von 71 einheimischen Falterarten sind inzwischen 15 ausgestorben, also über ein Fünftel. So kämen beispielsweise der Dickkopffalter, der Ameisenbläuling, der Große Eisvogel und zwölf andere Schmetterlingsarten in den Niederlanden nicht mehr vor.

Aus ihren Daten leiten die Autoren der Studie ab, dass der Schmetterlingsbestand in den Jahren 1890 bis 2017 um über 80 Prozent zurückgegangen sei. Den tatsächlichen Rückgang halten sie sogar für noch höher.

Landwirtschaft und Düngemittel gefährden Schmetterlinge

Der Hauptgrund für das grassierende Insektensterben: Der Lebensraum der bunten Falter schrumpft. Um 1900 bestanden noch 40 Prozent der Niederlande aus Wiesenflächen, heute sind es nur noch magere drei Prozent. Außerdem vernichtet der Einsatz von Düngemitteln Wildkräuter, die den Insekten als Nahrungsquelle dienen. Auch Heidelandschaften und Wälder wurden von der Landwirtschaft verdrängt. 

Der traurige Trend beschränkt sich nicht auf die Niederlande. Aus anderen europäischen Ländern wurden in den vergangenen Jahren vergleichbare Beobachtungen gemeldet: So sind in Deutschland mindestens 60 Schmetterlingsarten bereits ausgestorben, 494 weitere vom Aussterben bedroht oder gefährdet.

Mit App gegen das Schmetterlingssterben

Einen Beitrag zum Kampf gegen das Schmetterlingssterben können Sie mit dem Smartphone leisten: Gerade ist dazu die App „Schmetterlinge Deutschlands“ erschienen, mit deren Hilfe das Vorkommen einheimischer Arten erfasst werden soll.

Entwickelt wurde die App vom Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dem Museum für Tierkunde in Dresden.

Quelle : http://www.oekotest.de


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