Oxford Universität verabreichte über tausend Babys Versuchs-Impfstoff, obwohl Affen in Tests nach kurzer Zeit starben


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Ah Impfstoffe… –  während es eine laufende Debatte darüber gibt, ist mindestens ein wenig bekannter Fall Ende vergangenen Jahres entstanden, der einen etwas skeptisch machen sollte, was die wirklichen Interessen der großen Unternehmen und die Auswirkungen anbetrifft, die ihre Finanzierung auf die ethische Ensthaftigkeit von Forschern hat…

Professor Peter Beverly, ehemaliger Forschungsleiter an der Universität Oxford (mittlerweile im Ruhestand), erklärte, dass im Jahr 2009 1.500 südafrikanische Kinder einen Tuberkulose-Impfstoff namens MVA85A erhalten hätten, der bei fünf der sechs Primaten, an denen er getestet worden war, einen „schnellen Tod“ herbeigeführt habe.

„Sicherlich gibt es hier in diesem Experiment keinerlei Beweise dafür, dass es sich um einen wirksamen Auffrischungsimpfstoff handelt“, sagte er. Die Primatenversuche dauerten nur 10 Monate, in denen 5 von 6 der Primaten, denen der neue Impfstoff verabreicht worden war, eingeschläfert werden mussten, bevor ein Finanzierungsantrag gestellt wurde, um zu klinischen Studien an Babys überzugehen. Fast die Hälfte von 2.800 Babys sollte diesen experimentellen Impfstoff erhalten.

Professor Beverly stellt fest, dass die Regulierungsbehörden nicht über diese Statistik informiert wurden, bevor die Genehmigung für den Antrag erteilt wurde. Die Universität behauptet, dass sie alle notwendigen Daten mit den südafrikanischen Behörden geteilt habe und dass der Impfstoff bereits vor diesem Primatenzwischenfall die Tierversuchsphase durchlaufen habe. Tatsächlich war er offenbar an 424 Personen (Erwachsene, vermutlich?) getestet worden, bevor die Primatenstudie 2009 begann. Oxford behauptete, dass diese Gruppe von Primaten mit einem besonders starken Tuberkulose-Stamm infiziert war. Die Universität hat den Impfstoff jedoch fallen gelassen.

Unabhängig von den Ergebnissen bei erwachsenen Menschen und unabhängig davon, was die Behörden in Südafrika wussten oder nicht wussten, sollten die Auswirkungen des Impfstoffs auf Primaten ein Alarmzeichen sein, das weitere Tests erforderlich machte, bevor er an 1.400 der Schwächsten unter uns verabreicht wurde. Wie kann eine Studie von 424 Erwachsenen über 6 Affen dann auf 1.400 Babys zugreifen?!

Die Eltern dieser Säuglinge waren nicht über diesen gescheiterten Primatenversuch informiert worden. Die Informationsbroschüren, die ihnen gegeben wurden, erwähnten den gescheiterten Versuch nicht und behaupteten sogar, es sei „sicher und wirksam“ bei Tieren. Die südafrikanische Regulierungsbehörde räumte ein, dass die Formulierung „als irreführend“ ausgelegt werden könne. Arme, ungebildete und absichtlich betrogene Eltern wurden für den Test entschädigt…. mit sage und schreibe 10 Pfund.

Vor zwei Wochen schloss das British Medical Journal eine Untersuchung der Angelegenheit ab und forderte eine Verschärfung der Vorschriften, welche die Art und Weise für die Anmeldung von Tierversuchen regeln. Den Oxforder Wissenschaftlern wurde auch vorgeworfen, dass sie „Rosinenpickerei“ betreiben, indem sie nur diejenigen Ergebnisse erwähnen, die ihren Förderzielen förderlich sind.

Die Forscher des BMJ erklärten, sie hätten „Bedenken darüber geäußert, wie die Forscher der Universität Oxford die Ergebnisse von Tierversuchen selektiv für die Finanzierung und Genehmigung von Humanstudien nutzten, indem sie sich öffentlich auf die Behauptung stützten, dass Tierversuche eine Schutzwirkung des neuen Impfstoffs erwiesen hätten, während sie privat davon sprachen, die Experimente seien „gescheitert“ oder sie als irrelevant abtaten. Die Enttäuschung über das offensichtliche Versagen von Tiermodellen, das Ergebnis von Humanversuchen vorherzusagen, hat wiederum dazu geführt, dass große Geldgeber der Tuberkulose-Forschung ihre Finanzierungsprioritäten überdacht haben, mit dem Vorwurf, dies habe den Fortschritt auf dem gesamten Gebiet verlangsamt“.

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Professor Mike Turner vom Wellcome Trust, der zweitgrößten gemeinnützigen Stiftung der Welt, welche die Studie finanziert hat, sagte, dass die klinischen Studien „auf höchstem Niveau“ durchgeführt wurden. „Die Entscheidung, diesen Impfstoffkandidaten zu testen, war richtig und basierte auf robusten, positiven Daten aus kleineren Studien am Menschen, die zeigten, dass der Impfstoff sicher ist und wirksam sein könnte“, fügte er hinzu.

„Humanversuche führen nicht immer zu den gleichen Ergebnissen wie Tierversuche, weshalb die Ergebnisse in Tiermodellen in der Regel nur eine von vielen Überlegungen sind, ob die Forschung vorangetrieben werden soll“, sagte er und wies das gescheiterte, nicht unterstützende Experiment als irrelevant zurück.

Glücklicherweise blieben die Babys anscheinend unversehrt (obwohl man über langfristige Nebenwirkungen erst etwas erfahren wird, wenn sie älter sind), doch sind sie zumindest ohne wirksamen TB-Schutz geblieben – ähnlich viele im Vergleich zur Kontrollgruppe wurden durch die Krankheit angesteckt (waren die Erwachsenen in dem Test etwa auch ähnlich ungeschützt? Wenn ja, warum gingen sie dann zu den Babys über, obwohl sie wussten, dass der Impfstoff unwirksam war?).

Professor Malcolm Macleod von der Universität Edinburgh sagte: „Wir müssen bessere und systematischere Methoden entwickeln, um festzustellen, wann ein Medikament für klinische Studien am Menschen bereit ist – und vor allem, wann nicht. Bis unsere Institutionen erkennen, dass ihr Hauptzweck darin besteht, Forschung von Wert für die Gesellschaft zu betreiben, riskieren sie einen langsamen Rückgang ihres Rufs und möglicherweise eine schnellere und schwerwiegendere Erosion des öffentlichen Vertrauens in die Wissenschaft.

Jonathan Kimmelman, von der McGill University in Kanada, sagte, der Fall Oxford sei kein Einzelfall. „Es ist weithin anerkannt, dass Tierversuche, welche die Arzneimittelentwicklung unterstützen sollen, oft mit Fehlern in Design und Berichterstattung durchsetzt sind“, sagte er.

Professor Peter Beverly hat mehrere Anschuldigungen gegen Professor Helen McShane, die diesen gescheiterten Impfstoff entwickelt hat, vorgebracht.

Natürlich haben drei von Oxford geführte Ermittlungen sie von jeglichem etwaigem Unrecht freigesprochen…. und mehr:

„Das dritte Panel im Jahr 2016 hat Professor McShane nicht nur von jeglichem akademischen Fehlverhalten freigesprochen, sondern ging sogar so weit, hinzuzufügen, dass es auf der Grundlage der nachgewiesenen Sicherheit des Impfstoffs beim Menschen und positiver Phase-1- und Phase-2A-Studien unethisch gewesen wäre, die Phase-2-Studien bei Säuglingen nicht durchgeführt zu haben.

„Es ist an der Zeit, die wiederholte Umverpackung von Kritiken und Behauptungen zu stoppen, die unabhängige[??] Expertenanalysen als unbegründet erwiesen haben.“

Helen McShane veröffentlichte eine Widerlegung der Untersuchung des British Medical Journal. Sie erwähnt darin ihre möglichen Interessenkonflikte beim Schreiben der Widerlegung: „Ich werde von verschiedenen Geldgebern unterstützt, darunter dem Wellcome Trust, der Bill and Melinda Gates Foundation, Aeras und der Europäischen Kommission, um neue TB-Impfstoffe zu entwickeln. MVA85A wurde in meinem Labor entwickelt.“

Quelle :http://derwaechter.org/oxford-universitaet-verabreichte-ueber-tausend-babys-versuchs-impfstoff-nach-dem-primaten-in-tests-rasch-gestorben-waren
 
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