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Am Freitag versetzte ein Erdbeben mit einer Stärke von 7,1 die Menschen in Südkalifornien in Angst und Schrecken. Wie Satellitenbilder zeigen, entstand dabei ein Bruch in der Erdoberfläche, der sogar aus dem All zu sehen ist.

Erdbeben der Stärke 7,1 und 6,4 haben den Süden Kaliforniens am vergangenen Donnerstag und Freitag erschüttert. Es handelte sich um die stärksten Beben seit 20 Jahren. Das Epizentrum der Beben lag in der Mojave-Wüste nahe der Kleinstadt Ridgecrest, rund 200 Kilometer nordöstlich von Los Angeles entfernt.

«The Big One», das gefürchtete grosse Erdbeben mit vielen Toten und schweren Schäden, blieb zum Glück noch einmal aus. «Es hätte viel schlimmer kommen können», meinte auch die Bürgermeisterin von Ridgecrest, Peggy Breeden.

Zahllose Erdbebenereignisse

Tatsächlich kann man sogar aus dem All sehen, welche immensen Kräfte beim Epizentrum wirkten. Will Marshall, CEO des privaten Erdbeobachtungsunternehmens Planet Labs, veröffentlichte auf Twitter Satellitenbilder, die hier einen langen Bruch im Erdreich zeigen, der durch die Verwerfungen entstand.

Auch zu erkennen ist auf den Satellitenaufnahmen ein Bereich, in dem aufgrund des Erdbebens Grundwasser aus der Erde schoss.

Chris Miliner, Erdbebenspezialist der NASA, kreierte aus den Aufnahmen eine animierte Grafik, in der die topografischen Veränderungen im Erdbebengebiet deutlicher zu erkennen sind.

Der United States Geological Survey (USGS), die wissenschaftliche Kartografie-Behörde des US-Innenministeriums, veröffentlichte ein Video, das auch die zahllosen kleineren Erdbebenereignisse in der Gegend zwischen dem 4. und 8. Juli zeigt (Erneut schweres 7.1 Erdbeben in Kalifornien – Notstand ausgerufen (Videos)).

Zudem zeigte der USGS das Foto einer komplett durch das Erdbeben zerstörten Strasse bei der kleinen Stadt Trona. In dieser Gemeinde könnte es noch weitere Tage dauern, bis die Wasserversorgung wiederhergestellt ist, wie David Wert, Sprecher des Bezirks San Bernardino, am Montag erklärte. Behördenvertreter haben für die Bewohner der Stadt inzwischen portable Toiletten und Duschen aufgestellt (Verlangsamung der Erdrotation – alle 32 Jahre häufen sich schwere Erdbeben).

Häuser um zwei Meter verschoben

Zehn Häuser und Wohnungen wurden in Trona ausserdem als rot markiert, was bedeutet, dass sie als unbewohnbar eingestuft werden. Beamte gingen davon aus, dass die Zahl im Zuge weiterer Untersuchungen noch steigen dürfte. Wert sagte, er habe Häuser gesehen, die sich um beinahe zwei Meter von ihrem Fundament entfernt hätten.

Die Stromversorgung wurde in Trona aber schon am Wochenende wieder hergestellt, sodass die Menschen angesichts von Tageshöchsttemperaturen bis zu 38 Grad Celsius die dringend benötigten Klimaanlagen wieder nutzen konnten.

Nahe Ridgecrest werden die Teams nach Angaben des Bezirks Kern voraussichtlich noch mehrere Tage brauchen, um alle Prüfungen zu beenden. Hier beriefen die Behördenvertreter Berater ein, um den strapazierten Anwohnern zu helfen.

Die Gegend wurde zu Wochenbeginn noch immer von Nachbeben erschüttert. «Sie können nicht jedes einzelne spüren, aber Sie können viele davon spüren», sagte Megan Person, die Sprecherin des Bezirks. «Diese armen Leute müssen seit Donnerstag mit andauernden Erschütterungen umgehen.»

Im direkten Umkreis leben ca. 1800 Menschen. es gibt eine Airforce-Basis und verschiedenen Minenbetriebe. Allerdings ist es bekannt, dass hier Erdbeben mit entsprechenden Magnituden auftreten können und die Architektur sollte den Bedingungen angepasst gewesen sein.

Starke Erdbeben kommen an diesem komplexen Störungssystem häufig in Folge, wobei die Hypozentren entlang des Störungssystems wandern. Bei den Störungszonen handelt es sich um ein System aus 4 Störungszonen, die sich unter dem Searles Valley treffen.

Forscher haben nachgewiesen, dass sich dabei die Spannungen von einer Störungszone auf die andere übertragen. Bei den Störungszonen handelt es sich um die Panamint Valley, Searles Valley und Ash Hill Störungszonen. Die Manly Pass Störung verbindet die Panamint Valley Störung mit der Searles Valley Störung und überträgt die Spannungen zwischen den beiden Störungssystemen.

Präsident Donald Trump rief am Montag den Notstand für Kalifornien aus, und machte damit den Weg für Bundeshilfen frei. Die Erklärung gibt den Bundesbehörden für Katastrophenhilfe die Autorisierung, die Nothilfe zu koordinieren.

Medizinskandal Alterung
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Quelle :https://www.pravda-tv.com


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